Lektion 4

 

 

Die „Sprache“ des Hundes     -   Lernen Sie kynologisch

 

Wenn man sich einen Hund ins Haus geholt hat, geschieht etwas, was schon Millionen  mal passiert ist, aber immer noch ein großartiger und fesselnder Prozess ist. Zwei unterschiedliche Arten, Mensch und Hund gehen eine Bindung ein, die so tief ist und von gegenseitigem Verstehen  geprägt sein kann, wie es sonst nirgendwo in der Natur gibt

 

Eines der wichtigsten Elemente in der Mensch ­– Hund – Beziehung ist die Verständigung.

 

Hier beginnt das Abenteuer des Hundehalters. Er muss hineinwachsen in eine Kommunikation, die auf einer sehr tiefen Ebene abläuft. Es ist eine ständige Konfrontation mit sich selbst  und dem fühlenden Lebewesen Hund.

 

Werden Sie zum Dog – whisperer

Was will der Hund uns sagen?

 

Der Hund verfügt über eine sehr intensive Mimik und Körpersprache. Wir Menschen haben diese Sprache zum Teil verlernt, sie ist uns nicht mehr bewusst. Aber im Umgang mit dem Hund wollen  wir uns wieder mit dieser Art Sprache vertraut machen. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem fremden Land und wollen sich über etwas informieren, verstehen aber kein Wort der dortigen Sprache. Sie versuchen über Mimik und Gestik sich den Menschen  verständlich zu machen. Der Inhalt Ihrer Worte wird nicht verstanden, vielleicht aber der Ton  und  schon entsteht eine Unterhaltung.

 

Der Hund „spricht“ auch in verschiedenen Tönen, Bellen ist nicht gleich Bellen. Hier hört man viele Varianten heraus,  vom Spielbellen, Spielknurren, Piepen, Warnknurren, aggressives Bellen und  vieles mehr.  Noch reicher  im Ausdruck ist seine Körpersprache.

 

Wie kommen wir aber zu einer Verständigung mit dem Hund?

 

Die kleinen unbewussten Signalespielen eine wichtige Rolle in der täglichen Kommunikation unter Menschen,wie auch unter Hunden. Wir müssen unserer eigene Körpersprache und deren Signalwirkung auf den Hund absolut bewusst werden.

 

Ein junger Hund ist ständig damit beschäftigt, uns als sein unmittelbares Rudelmitglied zu beobachten. Er entschlüsselt die Signale, die wir oft unbewusst aussenden.

Wir aber nehmen es oft als selbstverständlich, dass sich der Hund den komplizierten und oft widersprüchlichen Formen unserer Zivilisation anzupassen vermag

 

 

Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Hund sich nach Hundeart ein Bild über uns macht. Er sieht uns als „Mithund“ an und deutet unsere Signale auf seine Art und Weise.

Unser größter Fehler besteht aber darin, dass wir den Hund als „Mitmensch“ ansehen, der zufällig wie ein Hund aussieht

 

Er liest aus Mimik und Körpersprache, ja, er riecht förmlich unsere Stimmungslage und erinnert sich an ähnliche Ergebnisse von früheren Erlebnissen.

Für uns Menschen ergibt sich die Folgerung, dass wir einerseits auf unsere Signale achten und diese dem Hund verständlich zu machen, anderseits müssen wir unseren Blick schärfen. Das ist gar nicht so einfach, zumal viele Hundehalter nur ein beschränkte Anzahl hundlicher Kommunikationsmerkmale und deren Bedeutung kennen

 

Beobachten Sie sich mal genau. Sie rufen den Hund herbei um ihn anzuleinen. Während er auf Sie zukommt, recken Sie sich noch ein bisschen (weil in der Taille noch etwas klemmt) und fallen über den Hund  her, packen ihn hastig am Halsband (Gott sei Dank, ich hab ihn) und leinen ihn an. Nach kurzer Zeit wundern Sie sich, dass der Hund immer weiter weg vor Ihnen stehen bleibt, oder gar nicht erst kommt. Vielleicht zeigt er auch Anzeichen der Angst, legt sich auf den Rücken und produziert ein Bächlein.

Nach dem Verständnis des Hundes geschah folgendes: Der große „Mithund“ ist böse er macht sich noch größer, fällt über meine empfindliche Stelle (Nacken) und straft mich. In Zukunft muss ich ihm aus dem Weg gehen.

Aber das Anleinen muss schon von Anfang positiv sein. Gerade der kleine Hund gerät in Panik  Ich beobachte  öfter, dass Leute ihren jungen Hund  an der noch unbekannten Leine hinter sich herziehen und glauben dann noch, der Hund sei mit der Leine geboren!!! 

Wie mache ich das Anleinen positiv:

Wir rufen den Hund an. Während er zu uns kommt, gehen wir in die Hocke, machen uns klein, immer mit einer freundlichen Miene, lassen ihn sitzen und gehen von den Vorderpfoten streichelnd zur  unteren Halspartie und leinen ihn dann erst an, Lassen Sie sich  am Anfang Zeit, machen Sie diese Übung bewusst. Es sind oft nur Kleinigkeiten, die aber große Wirkung haben.

 

Der Hund bedient sich zur Verständigung aller seiner Ausdrucksmittel. Von der Geste über Lautäusserungen bis hin zu Duftsignalen

Es nützt schon viel, wenn man auf die typischen Signalzonen des Hundes achtet, auf Ohren, Rute, Kopfhaltung, Augen, Fang, Lippen und Lefzenstellung, auf Körperhaltung

.und –bewegung, auf Beinstellung und Haarkleid

So wie der Hund durch Beobachtung und Assoziation unsere Ausdruckswelt zu entschlüsseln lernt, so können auch wir bei entsprechender Aufmerksamkeit die „Sprache“ des Hundes verstehen lernen

 

Lernen Sie ihren Hund zu „lesen“

 

Lernen Sie kynologisch und Sie werden ein guter Dog – whisperer  

 


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Die tiefe Stille der Hunde tröstet uns über die nutzlosen Worte der Menschen hinweg.


-Jean Michel Chaumont

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Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen aus ihm einen halben Menschen zu machen. Ziehen Sie stattdessen doch einmal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.


Edward Hoagland

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- Louis Sabin

Ein gut erzogener Hund wird nicht darauf bestehen, dass du die Mahlzeit mit ihm teilst, er sorgt lediglich dafür, dass dein Gewissen so schlecht ist, dass sie dir nicht mehr schmeckt.


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