Hedis Hundetreff

Lektion 3

 

Vom richtigen Loben und Strafen

 

Die Hundeführer tun sich immer schwer, den Hund richtig zu loben oder zu strafen. 

Die Regel heißt

 „Viel loben und wenig strafen“ 

 

Auf was ist dabei zu achten?

Die Einwirkungen werden immer zu spät angebracht, aber sie sollen und müssen immer sofort und direkt erfolgen.

 

Der Hund lebt in der Gegenwart. 

Schon eine Sekunde zu spät, ist wirkungslos. 

 

An zwei Beispielen möchte ich das verdeutlichen.

 

1. Klaus geht mit seiner „Lady“ spazieren.

Sie treffen unterwegs Eva mit „Basko“

Beide Hunde spielen miteinander.

Dann will Klaus heimgehen.

Er ruft Lady heran. 

Lady läuft sofort auf Klaus zu. 

Schon im Herbeilaufen wird sie von Klaus mit froher Stimme bestätigt „Ja, soo isses brav.“

Bei Klaus angekommen wird sie noch einmal mit Lob oder Leckerchen belohn.

Lady verknüpft mit diesem Lob:

„Zum Herrchen kommen bringt mir was Gutes.“

 

 

2. Basko hingegen hört überhaupt nicht.

Eva ruft viele Male, für Basko ist dieses ein Stimmfühlungslaut, d.h. sie gibt ihm nur ihren Stand an  - ich bin hier – Kommt er endlich bei Eva an , wird er heftig geschimpft oder gar geschlagen.

Für Basko entsteht nun die Verknüpfung, 

„ Zu Frauchen  laufen bedeutet Schimpfen, Ärger und Angst“.

Sein Vertrauen zu Frauchen ist erschüttert.

Weil Frauchen falsch gestraft hat, wird Basko immer weniger gehorchen.  

 

 

 

Lob, Strafe und Korrektur sind Einwirkungen, die uns und den Hund unterstützen, beim Erreichen der Erziehung, aber auch solche, die hemmend sind. Es wird nicht immer ohne Strafe gehen

 

Unter Strafe versteht man eine Einwirkung auf den Hund, die dann erfolg wenn er etwas tut, was er auf jeden Fall nicht tun darf.

Unsinnig wird die Strafe, wenn sie zu spät erfolgt.

 

Im Gegensatz zur Strafe gibt es die Korrektur, welche dann erfolgt, wenn der Hund vorhat was zu tun, was wir nicht wollen. Hier erfolgt im etwas härteren Ton ein NEIN. So wird die beginnende Tat schon im Vorfeld unterbrochen

 

Das Lob bedeutet eine Einwirkung, die ein bestimmtes Verhalten des Hundes unterstützt und sie als wünschbare Handlung erscheinen lässt. Dabei sei aber auch vermerkt dass Lob in der Anwendung nicht einfach ist.

 

 

Noch mal ein Beispiel:

Der Hund bringt die Zeitung und springt freudig an Ihnen hoch. Sie freuen sich über Ihren klugen Hund loben ihn ausgiebig.

Aber wofür haben Sie ihn gelobt? 

Sie meinen, er hat Ihnen ja die Zeitung gebracht, aber aus der Sicht des Hundes haben Sie ihn für das Letzte, das Hochspringen gelobt. Sie sehen, dass genau überlegt werden muss, denken Sie an den obigen Satz.

Der Hund lebt nur im Jetzt, und sein letztes Tun war das Hochspringen, das Sie aber nicht wollen, und doch haben Sie ihn dafür gelobt

 

Ebenso muss ich genau überlegen, wann ich strafend eingreife.

Strafe soll SOFORT bei einer unerwünschten Handlung einsetzen. Am besten, wenn er die Absicht erkennen lässt

 

Ich beobachte immer wieder, dass Hundehalter mahnend zum Hund reden, er soll doch bitte dieses oder jenes nicht tun, brav  zu sein oder ruhig wenn er mächtig durch die Gegend bellt

 

All diese Ermahnungen sind für den Hund eine Bestätigung dessen, was er gerade tut

 

Bitte daran denken.

Ein Hund akzeptiert nur ein JA oder NEIN.

 


 

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